Cosima Hanebeck
Das fotografische Selbstportrait hat durch die digitalen Techniken eine faszinierende Erweiterung erfahren. Im Sinne eines Ein- Personen-Theaters kann das eigene Gesicht bzw. der eigene Körper nun mehrfach im Bild auftauchen. Natürlich war das auch früher mit den Mitteln der Collage möglich, doch zeigt sich hier, wie technische Möglichkeiten zu anderen Bildwelten führen.
Besonders exzessiv treibt es Martin Liebscher, der sich mitunter gleich hundertfach in ein Bild montiert.
Mengenmäßig bescheidener ist da Anthony Goicolea (USA), der sein kindiches Aussehen digitel klont um soziale Beziehungen, Idenitätsvorstellungen sowie Fantasien und Träume zu visualisieren, ist auch in Arbeiten von Bettina Hoffmann (D) und Vibeke Tanberg (Norwegen) eindrucksvoll zu sehen.

Die junge Bremer Fotografien Cosima Hanebeck hat dieses Genre nun um eine ganz eigene Position erweitert. Wie bei den genannten Autoren ruft die Betrachtung im ersten Moment Verblüffung hervor. Den Sehgewohnheiten der momenthaften Fotografie folgend kann es nicht sein, dass ein und dieselbe Person mehrfach in einem Bild auftaucht. Doch die Fotografin zeigt ihr Gesicht nicht in jedem Bild und nicht in jeder Position. Ersz nach und nach wird klar, dass wir es immer wieder mit ihr zu tun haben. 
 

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